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sane-umax(5) SANE Scanner Access Now Easy sane-umax(5)

BEZEICHNUNG

sane-umax - SANE-Backend für UMAX-Scanner

ÜBER DIESE DATEI

Diese Datei ist nur eine kurze Beschreibung des Backends sane-umax für Sane! Für detailliertere Informationen schauen Sie in sane-umax-doc.html (sie ist Teil des Sane-Quellverzeichnisses und in der xsane(1)-Online-Hilfe)!

BESCHREIBUNG

Die Bibliothek sane-umax implementiert ein SANE-(Scanner Access Now Easy) Backend zum Zugriff auf mehrere UMAX-SCSI-Scanner und einige Linotye-Hell-SCSI-Scanner, parallele und USB-Scanner werden nicht (und wahrscheinlich nie) unterstützt!

Ich empfehle, dass Sie bei den ersten Scans eine Hand am Ausschalter des Scanners halten!

KONFIGURATION

Die Konfigurationsdatei für dieses Backend befindet sich in /etc/sane.d/umax.conf.

Sie enthält eine Liste von Gerätenamen, die UMAX-Scannern sowie UMAX-kompatiblen Scannern entsprechen. Leere Zeilen und solche, die mit einer Raute (#) beginnen, werden ignoriert. Nachfolgend sehen Sie ein Beispiel für eine Konfigurationsdatei:


# Dies ist ein Kommentar
#
option scsi-maxqueue 4
option scsi-buffer-size-min 65536
option scsi-buffer-size-max 131072
option scan-lines 40
option preview-lines 10
option scsi-maxqueue 2
option execute-request-sense 0
option force-preview-bit-rgb 0
option slow-speed -1
option care-about-smearing -1
option calibration-full-ccd -1
option calibration-width-offset -1
option calibration-bytes-pixel -1
option exposure-time-rgb-bind -1
option invert-shading-data -1
option lamp-control-available 0
option gamma-lsb-padded 0
/dev/sge
#scsi Lieferant Modell Typ Bus Kanal Kennung LUN
# Die folgenden Scanner unterstützen die Lampen-Steuerung
option lamp-control-available 1
scsi UMAX * Scanner * * * * *
# Scanner auf /dev/scanner unterstützt die Lampensteuerung nicht
option lamp-control-available 0
/dev/scanner

values: 0 = disabled, 1 = enabled
default = 0
Falls 1, wird umax_do_request_sense in umax_do_calibration aufgerufen. Dies kann zum Hängen des Systems führen (wurde aber bis zu dieser Version aktiviert).
Werte: 4096-1048576
default min = 32768, max = 131072
Besonders der Minimalwert ist sehr wichtig. Falls dieser Wert zu klein ist, kann das Backend Gamma-Tabellen nicht an den Scanner senden oder eine korrekte Farbkalibrierung durchführen. Dies kann zu merkwürdigen Farbeffekten führen. Falls der Minimalwert zu groß ist, dann kann das Backend die angeforderte SCSI-Puffergröße nicht reservieren und bricht mit einem Speicherfehler ab. Die Vorgabe ist 32 kB, für einige Scanner sollte dies auf 64 kB erhöht werden.
Werte: 1-65535
Vorgabe: scan-lines = 40, preview-lines = 10
definiert die maximale Anzahl an Zeilen, die in einen Puffer gescannt werden sollen
values: 0 = disabled, 1 = enabled
default = 0
setzt Vorschau-Bit in RGB-Echt-Scan
Werte: -1 = automatisch, 0 = deaktiviert, 1 = aktiviert
Vorgabe = -1
Gefährliche Optionen, benötigt für einige Scanner. Ändern Sie diese Optionen nur, wenn Sie wirklich genau wissen, was Sie tun. Sie könnten Ihren Scanner zerstören, wenn Sie falsche Werte für diese Optionen definieren.
Werte: -1 = automatisch, 0 = deaktiviert, 1 = aktiviert
Vorgabe = -1
führt für jeden Pixel des CCDs statt für das ausgewählte Bild eine Kalibration durch.
Werte: -99999 = auto, > -99999 gesetzter Wert
fügt eine Versatzbreite zu der berechneten Breite für das Bild/CCD hinzu
Werte: -1 = deaktiviert, 0 = nicht gesetzt, 1 = 1 Byte/Pixel, 2 = 2 Byte/Pixel
verwendet die Anzahl an Byte pro Pixel zur Kalibrierung
Werte: -1 = automatisch durch den Treiber gesetzt - falls bekannt, 0 = deaktiviert (eigene Auswahl für rot, grün und blau), 1 = aktiviert (gleiche Werte für rot, grün und blau)
Werte: -1 =automatisch durch den Treiber gesetzt - falls bekannt, 0 = deaktiviert, 1 = aktiviert
Vorgabe = -1
invertiert Schattierungsdaten, bevor sie zum Scanner zurückgesendet werden
Werte: 0 = automatisch vom Treiber gesetzt, falls bekannt, 1 = verfügbar
default = 0
Werte: -1 = automatisch vom Treiber gesetzt, falls bekannt, 0 = Gamma-Daten sind MSB-aufgefüllt, 1 = Gamma-Daten sind LSB-aufgefüllt
Vorgabe = -1
Werte: 0 = als beschäftigtes Gerät behandeln, 1 = als i.O. behandeln, 2 = als E/A-Fehler behandeln, 3 = schlechten Fehler-Code ignorieren, mit dem Ermitteln des Handlers fortfahren
default = 0
Werte: 1..# (Maximum bei der Kompilierung festgelegt)
Vorgabe = 2
Die meisten SCSI-Treiber erlauben eine Warteschlange der Tiefe 2 (Befehle) für interne Befehle. In den meisten Fällen wird nichts verbessert, wenn Sie diesen Wert erhöhen. Falls Ihr SCSI-Treiber keine Warteschlange für Befehle unterstützt, können Sie versuchen, diesen Wert auf 1 zu setzen.

Der Name der Geräte-Spezialdatei muss ein generisches SCSI-Gerät oder ein symbolischer Link darauf sein. Um zu ermitteln, welcher Gerätedatei Ihr Scanner zugeordnet ist und wie Sie die Zugriffsrechte für dieses Gerät festlegen können, werfen Sie einen Blick auf sane-scsi(5).

TIPPS FÜR SCSI-ADAPTER

Die ISA-SCSI-Adapter, die mit einigen UMAX-Scannern ausgeliefert werden, werden von Linux nicht sehr gut unterstützt und ich empfehle, sie nicht zu verwenden, und die PCI-SCSI-Adapter, die mit einigen Umax-Scannern ausgeliefert werden, werden überhaupt nicht unterstützt (soweit ich weiß). Auf anderen Plattformen werden die SCSI-Adapter nicht unterstützt. Daher müssen Sie typischerweise einen anderen SCSI-Adapter kaufen, der von Ihrer Plattform unterstützt wird. Siehe die relevanten Hardware-FAQs und HOWTOs für Ihre Plattform für weitere Informationen.

Die UMAX-Scanner blockieren den SCSI-Bus für einige Sekunden beim Scannen. Es ist nicht notwendig, den Scanner mit einem separaten SCSI-Adapter zu verbinden. Falls Sie aber kurze Reaktionszeiten für Ihre SCSI-Festplatte oder andere SCSI-Geräte benötigen (z.B. falls Ihr Computer ein Datei-Server ist), empfehle ich Ihnen, einen eigenen SCSI-Adapter für Ihren UMAX-Scanner zu verwenden.

Falls Sie Probleme mit Ihrem Umax-Scanner haben, überprüfen Sie die SCSI-Kette (Kabellänge, Terminierung, …).

Siehe auch: sane-scsi(5)

DATEIEN

/etc/sane.d/umax.conf
/usr/lib/x86_64-linux-gnu/sane/libsane-umax.a
/usr/lib/x86_64-linux-gnu/sane/libsane-umax.so (auf Systemen verfügbar, die dynamisches Laden unterstützen)

UMGEBUNGSVARIABLEN

Falls die Bibliothek mit Debug-Unterstützung kompiliert wurde, steuert diese Umgebungsvariable die Debug-Stufe für dieses Backend. Beispielsweise bewirkt ein Wert von 128 die Anzeige sämtlicher Debug-Ausgaben. Kleinere Werte reduzieren die Ausführlichkeit: Werte von SANE_DEBUG_UMAX.

Nummer  Bemerkung

0 Ausgabe wichtiger Fehler (jedes Mal ausgegeben)
1 Ausgabe von Fehlern
2 Ausgabe des Sinns
3 Ausgabe von Warnungen
4 Ausgabe Scanner-Abfrage
5 Ausgabe von Informationen
6 Ausgabe weniger wichtiger Informationen
7 Ausgabe aufgerufener Prozeduren
8 Ausgabe von reader_process-Meldungen
10 Ausgabe aufgerufener sane-init-Routinen
11 Ausgabe aufgerufener Sane-Prozeduren
12 Ausgabe von Sane-Informationen
13 Ausgabe von Sane-Option-Steuer-Meldungen

export SANE_DEBUG_UMAX=8

FEHLER

X-Auflösungen größer als 600 dpi verursachen gelegentlich Probleme.

SIEHE AUCH

sane(7), sane-scsi(5)

AUTOR

Oliver Rauch

KONTAKT PER E-MAIL

Oliver.Rauch@Rauch-Domain.DE

ÜBERSETZUNG

Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Mario Blättermann <mario.blaettermann@gmail.com> und Helge Kreutzmann <debian@helgefjell.de> erstellt.

Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die GNU General Public License Version 3 oder neuer bezüglich der Copyright-Bedingungen. Es wird KEINE HAFTUNG übernommen.

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14. Juli 2008